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Nach über 25jähriger Amtszeit trat Vorstand Kraus am 8. Juni 1974 aus gesundheitlichen Gründen zurück. Sein Nachfolger wurde Anton Fischer, der nun als
Kommandant und Vorstand eine doppelte Belastung auf sich nahm. Ludwig Kraus wurde als Anerkennung für seine Verdienste am 15. Mai 1975 mit der Ehrenmedaille des Deutschen Feuerwehrverbandes ausgezeichnet und
zum Ehrenvorstand ernannt. Kurz vor Jahresende wurde die Wehr am 19. Dezember 1975 zu einem Großbrand im Weiherhof zwischen Gessertshausen und Döpshofen gerufen. Klirrende Kälte, wodurch die Leitungen einzufrieren
drohten, stellte bei diesemnächtlichen Einsatz eine besondere Anforderung an Mannschaft und Gerät dar.
Die Einführung der Anschnallpflicht in Kraftfahrzeugen zu Beginn der 70er Jahre bewahrte zwar viele Autofahrer
bei Unfällen vor schweren Verletzungen oder Tod durch Herausschleudern aus dem Fahrzeug, führte aber auch
dazu, daß verunfallte Personen oft in ihrem Wagen eingeklemmt wurden. Aus diesem Grunde wurden sehr bald mit massiver staatlicher Förderung ausgewählte und leistungsfähige Feuerwehren mit hydraulischem
Rettungsgerät ausgestattet. So konnte die FF Dinkelscherben am 8. Dezember 1976 neben sechs anderen Wehren des Landkreises ein hydraulisches Rettungsgerät vom Typ „Hurst“ übernehmen. Zusätzlich zu den
Ölschadenseinsätzen erhielt damit die technische Hilfeleistung eine noch größere Bedeutung. Die nun von der Wehr erwartete schnelle Hilfe bei schwersten Verkehrsunfällen mit verstümmelten und oft auch toten
Personen stellte überdies eine erhebliche psychische Belastung für die einzelnen Wehrmänner dar.
 Der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Albert Bürger, stattete
am 25. Juni 1977 Dinkelscherben einen Besuch ab. Aus diesem Grunde gaben Bürgermeister Eser und Kommandant Fischer im Rathaus einen festlichen Empfang. Während eines Kirchganges verstarb am 5. Januar 1978
Ehrenvorstand Ludwig Kraus, der über ein Vierteljahrhundert an der Spitze des Feuerwehrvereins gestanden war. Vier Pferde, die in panischer Angst in die Flammen stürzten, wurden Opfer
eines Großbrandes in einer Pferdeklinik in Fleinhausen am 3. Juni 1978. Mit stark verminderter Mannschaft mußte die Wehr am 23. Juli 1978 einen Brand im ldw. Anwesen Wessinger in Oberschöneberg bekämpfen, da ein
Großteil der Aktiven an diesem Tag die Partnerfeuerwehr Weismain/Ofr. anläßlich deren 100jährigem Gründungsjubiläum besuchte. Bei der Jahreshauptversammlung am 31. März 1979 wurde der bisherige
stellvertretende Kommandant, der damals 29jährige Albert Lettinger, zum neuen 1. Kommandanten gewählt. Stellvertreter wurden Ernst Lutz und Alois Finkl.
Damit endete die über 30jährige Ära des Kommandanten Anton Fischer, in der sich die Wehr nach schwersten Aufbaujahren der Nachkriegszeit zu einer
modern ausgestatteten Stützpunktfeuerwehr von überörtlicher Bedeutung entwickelt hatte. In Würdigung hervorragender Leistung für das
Feuerwehrwesen war ihm bereits am 10.1.1979 das Dt. Feuerwehrehrenkreuz in Gold verliehen worden. Bei seiner Verabschiedung als Kommandant am 29.4.1979 wurde Anton Fischer zum Ehrenkommandant ernannt und ihm für
40jährige Dienstzeit das Bayer. Feuerwehrehrenzeichen in Gold verliehen.
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