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Zwei Jahre intensiver Vorbereitung lagen nun hinter der FF Dinkelscherben, zunächst hauptsächlich in der Vorstandschaft, dann im erweiterten Kreise des
Festausschusses. Ziel aller Beteiligten war es dabei, sich von anderen Festen abzusetzen und mit viel Liebe zum Detail ein Fest zu organisieren, das in der Bevölkerung einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen würde.
Anfang 1997 konnte dann auch die neu renovierte Fahne von 1951 bei der Fahnenstickerei Neff in Biberach abgeholt werden. Anstehende Ehrungen sollten bewusst nicht während der eigentlichen Festtage abgehalten
werden, da dies von den Festzeltbesuchern erfahrungsgemäß nicht geschätzt wurde.
Fast genau 125 Jahre nach dem offiziellen Gründungstag, dem 2. April 1872 fand am 5. April 1997 ein besonderer Festabend mit
Gottesdienst, Totenehrung am Kriegerdenkmal und anschließendem Festabend im Pfarrzentrum statt. Bei dieser Veranstaltung, der auch die Kameraden der französischen Partnergemeinde Brunstatt beiwohnten, wurde der
ehemalige Kommandant Lettinger zum Ehrenkommandant ernannt. Eine weitere Veranstaltung, um die Bevölkerung auf das nahende Feuerwehrfest einzustimmen, war der Tag der offenen Tür im Feuerwehrhaus am 04.05.1997.
Alle Planungen waren zu diesem Zeitpunkt termingerecht abgeschlossen, eine umfangreiche Festschrift - ohne Werbung - erstellt, die Festdamen eingekleidet und sämtliche Zulieferer auf das große Ereignis eingestellt.
Einzig das Wetter machte in diesem Sommer Sorgen, da bis Anfang Juli nahezu jedes Wochenende verregnet war und somit auch vorangegangene Feste in der Region bereits mehrfach „ins Wasser gefallen“ waren.
Doch die FF Dinkelscherben hatte das Glück der Tüchtigen… Rechtzeitig zum Festauftakt am 11. Juli hörte es zu regnen auf und der Sommer hielt Einzug. Den Auftakt bildete die Segnung des neuen LF 16/12 durch
Pfarrer Neuß, der sich ein Zug durch die Straßen des Marktes anschloss. Da ahnte noch keiner der fleißigen Dinkelscherber Feuerwehrkameraden, dass die Wehr in den nächsten vier Tagen der Bevölkerung des Marktes,
ja des gesamten Landkreises eines der erfolgreichsten und bestbesuchten Feuerwehrfeste präsentieren würde, an das sich viele Menschen auch Jahre später noch erinnern würden. Es würde den Rahmen der Chronik
sprengen, das Fest und seine Höhepunkte detailliert zu schildern, deshalb beschränkt sich der Chronist auf einige Stichpunkte.
-jeden Abend volles Haus -Samstag viel Spaß bei der Feuerwehrolympiade.
-Biergarten mit Pilsbar vor dem Zelt magischer Anziehungspunkt -beeindruckende Zeltmesse am Sonntag -riesiger Festumzug mit über 90 Vereinen und über 150 Einzelgruppen
-attraktiver Umzug durch Beteiligung historischer Fahrzeuge. -liebe Gäste der befreundeten Wehren aus Weismain und Brieske -Super-Patenverein FF Zusmarshausen -brechend volles Zelt nach Festumzug
-am Montag Konzert der „Klostertaler“ vor 2000 Besuchern -beispielloses Engagement fast aller Kameraden -stimmungsvolles Mitfeiern der Dinkelscherber Bevölkerung.
Zusätzlich zu den mit dem Fest
verbundenen Aufgaben war die Wehr überdies noch am Montag, den 14. Juli 1997 nach einem Starkregen gefordert, etliche überflutete Keller auszupumpen.
Auch diese Aufgabe wurde mit dem Schwung und der Begeisterung der Festtage professionell gelöst. Als Dank waren dann alle Kameraden am 11.10.1997 zu einem großen Helferfest eingeladen, um bei reichlich Speis´ und
Trank vier schöne, aber anstrengende Festtage Revue passieren zu lassen. Wie durch eine besondere Fügung war die Wehr in diesem Jahr einsatzmäßig wenig gefordert und hatte nur kleinere Einsätze zu bewältigen.
Als besonderes Ereignis ist 1997 noch das „Ende der Männergesellschaft Feuerwehr“ zu notieren, nachdem im Juni mit Emmi Gaipl und Helga Merk die ersten beiden Frauen in die Einsatzabteilung übernommen wurden.
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