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Die Beschaffung einer neuen fahrbaren Schiebeleiter zu einem Betrag von 375.– Mark im Jahre 1893 machte eine Verbesserung der Unterbringung der Löschgeräte
dringend erforderlich. Einen Meilenstein in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Dinkelscherben stellt daher die Einweihung eines neuen, geräumigen Gerätehauses in der Augsburger Straße am 21. Oktober 1895 dar.
Dieses Gebäude sollte 75 Jahre als Gerätehaus dienen und steht auch heute noch. Dort ist inzwischen nach etlichen Umbauten ein Fotogeschäft untergebracht. Um den steigenden Anforderungen des Brandschutzes Genüge zu
leisten, wurde im Jahre 1897 ein zweiter Zubringer angeschafft. Die Kosten dafür beliefen sich auf 1004.– Mark. Die Finanzierung dieses Gerätes, welches 400 Liter Wasser in der Minute lieferte, wurde größtenteils
durch unverzinsliche Anteilsscheine der aktiven Wehrmänner zu 10.– Mark gedeckt.
So feierte dann am 28. Mai 1898 eine gut ausgerüstete und modern untergebrachte Freiwillige Feuerwehr Dinkelscherben ihr 25jähriges Gründungsjubiläum, das
Kommandant Altstetter und Vorstand Karl Arzt Gelegenheit gab, zahlreiche Ehrengäste zu begrüßen. Der Anschluß der, bis dahin selbständigen Gemeinde Au an Dinkelscherben wurde am 1. Juli 1904 vollzogen und
gleichzeitig die FF Au aufgelöst. Sechs Mitglieder dieser Wehr traten daraufhin zur Dinkelscherbener Wehr über. Im Jahre 1909 erhielt die Wehr eine neue Saug- und Druckspritze zum Preis von 2000.– Mark. Diese
Spritze ist bis heute erhalten.
Am 17. Juni 1913 brach im Anwesen Hafner in der Marktstraße (Melcherle) ein Brand aus. Bei diesem größten Brand seit Bestehen der Wehr wurden Wohnhaus, Stall,
Lagerhaus und die angrenzende Schlosserei Lutz ein Raub der Flammen. Zahlreiche Nachbarfeuerwehren waren mit im Einsatz.Dieser Brandkatastrophe im kleinen Dinkelscherben sollte mit der Kriegserklärung
Österreich-Ungarns an Serbien am 28. Juli 1914 eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes folgen, die die gesamte Welt erschütterte. 13 Kameraden der Dinkelscherbener Feuerwehr ließen in den furchtbaren Materialschlachten
des Ersten Weltkrieges ihr Leben, eines Krieges, der die bestehenden Ordnungen in Europa hinwegfegte und an dessen Ende unbeschreibliche Not, Chaos und politische Orientierungslosigkeit standen. Nahezu 9 Millionen
Opfer waren in der ganzen Welt zu beklagen.
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