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Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler gewählt. Zunächst von der großen Mehrheit des Volkes als Hoffnungsträger betrachtet, der ein Ende des
damaligen wirtschaftlichen und politischen Chaos’ versprach, etablierte Hitler in der Folge eine der schrecklichsten Diktaturen der Menschheitsgeschichte, die in der größten Katastrophe des 20. Jahrhunderts mündete.
Es soll jedoch nicht Aufgabe dieser Festschrift sein, diesbezüglich Ursachenforschung zu betreiben oder gar Schuldzuweisungen zu erheben, wie dies heute allzuoft geschieht, mit einem viel größeren Wissen über
Hintergründe und Zusammenhänge als es zur damaligen Zeit den meisten Leuten jemals möglich gewesen wäre.
Ein besonderes Kennzeichen der Feuerwehr Dinkelscherben war und ist auch heute noch eine starke Kontinuität in der Wehrführung. So konnte am 11.
Dezember 1933 Josef Kraus für seine 25jährige Tätigkeit als Vorstand geehrt werden. Als Zeichen besonderer Wertschätzung seiner langjährigen Vorstandschaft wurde er darüber hinaus am 12. Januar 1936 zum
Ehrenvorstand ernannt und mit dem Ehrenkreuz des Bayerischen Landesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet. Dieser Feuerwehrverband wurde im Zuge der Gleichschaltung von Staat und Gesellschaft im Jahre 1938 aufgelöst und
auch über der Zukunft der Feuerwehr hingen dunkle Wolken. Am 16. Februar 1939 wurde auf Weisung des NS-Reichsinnenministeriums der Feuerwehrverein aufgelöst und die Vereinskasse von der NS-Kreisleitung eingezogen.
Die Feuerwehr wurde in die Feuerschutzpolizei eingegliedert. An Stelle von Wahl der Führungskräfte durch die Mitglieder trat das „Führerprinzip“ mit bedingungslosem Gehorsam.
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