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Seit alters her ist das Feuer ein nützlicher Begleiter des Menschen. Es schafft Wärme, dient als Lichtquelle und natürlich zur Zubereitung von
Speisen. Auch Stoffe wie Eisen, Stahl und Glas wären ohne die Kraft des Feuers nie entstanden. Darüberhinaus birgt aber Feuer, wenn es außer Kontrolle gerät, eine zerstörerische Kraft, die großen Schaden, materielle
Not, Verletzungen und Todesfälle nach sich zieht. Und so ist die Menschheitsgeschichte nicht nur geprägt von Herrschaftsgestalten, Kriegen, Völkerwanderungen, Epochen des Wohlstandes und Zeiten der Not, sondern auch
immer wieder von verheerenden Brandschadensereignissen.
Schon frühzeitig machten sich deshalb die Menschen Gedanken, Brände zu verhüten bzw. wirkungsvoll zu bekämpfen. So war im Rom der Antike die Abwehr von
Schadensfeuern Aufgabe eines allgemeinen Sicherheitsdienstes, der dafür besonders gegliedert und ausgerüstet war. Im Gebiet des heutigen Deutschland setzten nach der Völkerwanderung im 3. bis 6. Jahrhundert n.Chr.
Städtegründungen erst ungefähr im 10. Jahrhundert ein. Diese Anhäufung vieler Häuser, meist aus Holz mit Strohdächern, und Ansammlung zahlreicher Menschen auf engem Raum ließ natürlich die Feuersgefahr ansteigen und
hatte oft verheerende Brände zur Folge. Daher sah sich die Obrigkeit bald veranlasst, bestimmte Maßregeln zur Vermeidung und Bekämpfung von Bränden zu erlassen.
So weist bereits im Jahre 1276 das Stadtbuch
der Freien Reichsstadt Augsburg – heute würde man das Stadtbuch wohl als Verfassung bezeichnen – auf eine Dienstpflicht für bestimmte Berufe bei Feuersbrünsten hin. Ausdrücklich erwähnt werden hierbei die Berufe
„Wasserträger“ und „Weinträger“, denen als Gegenleistung für ihre wichtige Tätigkeit sogar Steuerfreiheit zugesichert wurde. Über Jahrhunderte hinweg war die Brandbekämpfung Aufgabe von Löschdienstpflichtigen
verschiedener Berufsgruppen, die ihre Sache mit mehr oder weniger Engagement betrieben. Im großen und ganzen bot der Löscheinsatz das Bild einer großen und undisziplinierten Masse, und oft war der Erfolg diesem
Bilde entsprechend.
Erst das Entstehen von Löschmaschinen im 18. Jahrhundert schuf die Voraussetzung für eine wirkungsvolle Brandbekämpfung, die durch die starke Bevölkerungszunahme, die allmähliche
Industrialisierung und die damit immer stärker um sich greifende Verstädterung zu einem lebenswichtigen Bedürfnis wurde. Die Bedienung dieser Löschgeräte erforderte einsatzbereite, mutige und lernwillige Leute, die
sich auch bald zusammenfanden. In vielen Fällen bildeten die im 19. Jahrhundert entstandenen Turnvereine bzw. Turnergruppen die Keimzelle künftiger Feuerwehren. Als älteste Freiwillige Feuerwehr in Deutschland
bezeichnet sich die FF Meißen in Sachsen, welche am 17. Juli 1841 gegründet wurde, wobei ihr dieser Titel von den Feuerwehren Saarburg bei Trier bzw. Barmen/Wuppertal mit angeblichen Gründungsjahren 1832 bzw. 1745
streitig gemacht wird.
Die erste Freiwillige Feuerwehr in Bayern wurde 1849 in Augsburg gegründet.
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