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Am Freitag den 5. November um 17.00 Uhr begann für die Jugendfeuerwehr Dinkelscherben erstmalig ein 24-stündiger Feuerwehraktionstag. Die 11 Jugendlichen
wandelten den Jugendraum mit Schlafsäcken und Luftmatratzen in ein Nachtlager um. Nach dem Abendessen wurde es ernst. Die Jugendausbilder Andreas Hafner, Sebastian Horsch und Jürgen Kastl hatten sich zusammen mit
zweitem Kommandant Josef Wenisch ein abwechslungsreiches Ausbildungs- und Übungsprogramm ausgedacht. Der erste Übungseinsatz - eine qualmende Gerätehütte, zu dem die Jugendwehr in zwei Fahrzeugen anrückte,
erforderte einen umfangreichen Löschangriff. Kaum zurück am Feuerwehrhaus folgte der zweite Alarm. Auf einem Flachdach ist bei Dachdeckerarbeiten ein Teerkessel in Brand geraten – der Handwerker lag regungslos am
Fuß seiner Leiter. Parallel zur Rettung des Verunglückten wurde ein Schaumaufbau zum Löschen der echten Flammen, die in einem alten Einwecktopf loderten, vorbereitet. Nach Wiederherstellung der
Einsatzbereitschaft endete der erste Teil. Am Abend spekulierten die Jugendlichen noch lange darüber, wann denn nun der nächste Alarm wohl kommen würde. Schließlich hatte es geheißen: „Für heute ist Schluss, aber
denkt dran - morgen ist um Null Uhr eins!“
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Am Samstag früh um sechs beendete das Aufheulen einer echten mobilen Feuerwehrsirene unsanft die Nachtruhe. Raus aus dem Schlafsack, runter in die Halle, rein
in die Schutzkleidung und ab in die Fahrzeuge! - Feuer !!! – Ein Brand im Wertstoffhof! Als die Einsatzkräfte bei Dunkelheit mit Blaulicht anrückten, erwartete sie schon von Weitem der Flammenschein eines gut 8
Meter hohen, Funken sprühenden Holzfeuers (frei von Problem- und Sperrmüll!!!). So beeindruckend groß der Brand auch wirkte, so schnell war er mit drei Strahlrohren niedergekämpft. Wieder alles abbauen und zurück
zum Standort. Dort gab es ein reichhaltiges Frühstück. Nach dieser wohlverdienten Stärkung begann der Arbeitseinsatz: Fahrzeuge putzen, Schläuche waschen, Halle kehren und Außenanlagen pflegen. Dreimal schrillte
während dessen an diesem Vormittag noch der Alarm. Zunächst handelte es sich um einen Fehlalarm in einer Brandmeldeanlage – ja auch das gehört zum Feuerwehralltag. Dann wurde aus einem unterirdischen
Löschwasservorrat über einen Faltbehälter eine Wasserversorgung zum Dachwerfer des Tanklöschfahrzeuges hergestellt. Zu guter Letzt noch ein Kleinalarm zur Tierrettung. Ein völlig entkräfteter – sehr seltener Papagei
(Ara polyestris), der seinem Halter entflogen war, saß in luftiger Höhe und musste über eine Steckleiter aus einer Baumkrone gerettet werden.
Endlich Mittagspause – erste Ermüdungserscheinungen zeigen sich.
Am Nachmittag ging es weiter mit Ausbildung in technischer Hilfeleistung. Kleine Gruppen übten den Umgang mit Greifzug, Hebekissen und Hydraulikhebern - sogenannten Büffelwinden. - Schon wieder Alarm! – Ein Landwirt
wurde bei Arbeiten an seinem Kippanhänger mit beiden Armen eingeklemmt. – Eine knifflige Aufgabe, an der auch altgediente Feuerwehrkräfte zu knabbern hatten. Die Rettung dieses Unfallopfers beendete das Kräfte
zehrende Übungsprogramm.
Bei der abschließenden Kaffeepause waren allen Teilnehmern die Strapazen deutlich anzumerken. Aber alle (bis auf einige, die zum Fußball weg mussten) hatten bis zum Schluß tapfer
mitgemacht. Sehr erfreut zeigten sich darüber zweiter Kommandant Josef Wenisch und Jugendausbilder Andreas Hafner. Beide bedankten sich bei der Jugendfeuerwehr für ihre tolle Mitarbeit und bei allen Helfern der
aktiven Wehr für die Unterstützung als Fahrer der Einsatzfahrzeuge, als Zusatzausbilder, als Mannschaftsverstärkung und als Koch. Alle waren sich einig, diese Veranstaltung zu wiederholen. Hinter unseren
Jugendlichen lagen jetzt 24 Stunden, in denen sie viel gelernt und erlebt hatten; Momente unbeschwerter Kameradschaft ebenso wie stressige Einsatzübungen. Sie haben ihren ersten Aktionstag souverän gemeistert und
bewiesen, dass sie das Zeug dazu besitzen, gute Feuerwehrleute zu werden. Nach ihrem Wechsel zu den „Aktiven“ werden sie sicherlich ihren Mann - und ihre Frau stehen. Und dann werden sie jeden Tag 24 Stunden - für
Sie - die Einwohner von Dinkelscherben da sein. Interessierte Jugendliche sind bei unserer Jugendfeuerwehr übrigens immer willkommen. Also, wenn Ihr Euch für die Feuerwehr interessiert, dann schaut doch einfach
mal vorbei. Wir brauchen immer Verstärkung!!!
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